Klaus Lomnitz in den Ruhestand verabschiedet - Wald & Holz Skip to main content

Klaus Lomnitz in den Ruhestand verabschiedet

Leiter des Regionalforstamtes Kurkölnisches Sauerland bezeichnet seine Entscheidung für den Forstberuf als eine der glücklichsten Fügungen seines Lebens

25.04.18Pressemitteilung

Am 24. April hat Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, den Forstdirektor Klaus Lomnitz in den Ruhestand verabschiedet. Auf dem Festakt im Dorfgemeinschaftshaus/Schützenhaus Oberveischede in Olpe übergab er die Geschäfte an den Nachfolger Jürgen Messerschmidt. Rund 180 Gäste waren zur Verabschiedung in die Schützenhalle in Oberveischede gekommen.

Klaus Lomnitz, Andreas Wiebe und Jürgen Messerschmidt
Foto: Roland U. Neumann

Zehn Jahre leitete Klaus Lomnitz die Geschicke des waldreichen Forstamtes in Südwestfalen, nachdem er 19 Jahre ein Forstamt im benachbarten Oberbergischen Kreis führen durfte. In seiner Abschiedsrede wies Lomnitz noch einmal auf die wertvollen Leistungen der Forstverwaltung und der Forstwirtschaft hin: "Wie in keiner andere Branche in unserem dichtbesiedelten Bundesland werden hier wirtschaftliche, soziale und ökologische Belange im Wald gebündelt. Außerdem vermitteln wir zwischen den Interessen von Wirtschaft, Naturschutz, Wasserwirtschaft, Tourismus und der Erholung der Bevölkerung."

Andreas Wiebe bezeichnete Klaus Lomnitz als einen vorbildlichen Hüter des Waldes: "Der Wald ist eben mehr als eine Fabrik, in der gleichartige Produkte unter fest umrissenen Rahmenbedingungen hergestellt werden. Er ist vielmehr ein hochsensibles empfindliches Ökosystem, dessen Bewirtschaftung in einem gesetzlich eng umrissenen Rahmen mit viel Feingefühl, Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität erfolgen muss. Klaus Lomnitz hat sich viele Jahre vorbildlich um den Wald gekümmert und kann ihn zufrieden und mit gutem Gewissen an seinen Nachfolger übergeben."

Klaus Lomnitz stellte seine Entscheidung für den begehrten Forstberuf als eine der glücklichsten Fügungen seines Lebens dar: "Es ist schon ein besonderes Glück, in einem Beruf gearbeitet zu haben, der so viele Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten bietet, wie der Forstberuf."

Die multifunktionale Forstwirtschaft fände in Deutschland und gerade im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen auf einem hohen Niveau statt, das im weltweiten Vergleich als Vorbild gehandelt würde, so Klaus Lomnitz.

Dabei spiele der umweltfreundliche nachwachsende Rohstoff Holz, neben sauberer Luft, sauberem Wasser, Artenvielfalt und Erholung das einzig monetär verwendbare Produkt der Waldbewirtschaftung, eine besondere Rolle. Die Umweltbilanz des begehrten und weltweit knappen Rohstoffes sei einzigartig. Lomnitz betonte, dass er sich mit diesem Produkt immer voll identifizieren konnte und stolz darauf sei, der nächsten Generation von Waldbesitzenden und Forstleuten mit den höchsten Holzvorräten im Wald aller Zeiten ein gut gefülltes Warenlager übergeben zu können. Dieses eröffne zukünftigen Generationen alle Handlungsoptionen.

Zufrieden blickt der in seinem Berufsleben vielseitig eingesetzte Forstmann auf ein Lebenswerk zurück, das sich in drei Forstämtern als Spuren im Wald aller Waldbesitzarten manifestiert. Er ist dankbar für das Glück, in seinem Berufsleben mit der Waldbewirtschaftung auf der "guten Seite" gewesen zu sein und sieht darin einen wichtigen Baustein für einen gesunden und nachhaltigen Ruhestand.

Klaus Lomnitz dankte seinen Kolleginnen und Kollegen im Forstamt sowie den Kollegen des gesamten Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen für eine gute Zusammenarbeit, Loyalität und ein Stück Heimat, das die Forstverwaltung für ihn gewesen ist. Sein Dank galt ferner den vielen Ehrenamtlern in den Forstbetriebsgemeinschaften und Waldgenossenschaften, die ihn und seine Teams unterstützt und diesen den eigenen Wald anvertraut haben.

Sein Nachfolger, der 58 jährige Forstdirektor Jürgen Messerschmidt arbeitet seit 1999 im Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland und kennt die Belegschaft, Land, Leute sowie die Wälder im Forstamtsbereich. Jürgen Messerschmidt: "Ich habe mich im Regionalforstamt bisher intensiv um die Betreuung privater und kommunaler Waldbesitzender gekümmert. Dadurch fühle ich mich mit dieser Region und den hier lebenden Menschen eng verbunden. Ich hoffe, gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Forstamtes in meiner neuen Position die intensive und erfüllende Zusammenarbeit mit allen am Wald Interessierten weiter pflegen und ausbauen zu dürfen. Insbesondere die Herausforderungen der Zukunft möchte ich mit allen Beteiligten zum Wohl des Waldes angehen."

Andreas Wiebe freute sich, dass es gelungen ist mit Jürgen Messerschmidt einen Nachfolger zu finden, der für Kontinuität und Verlässlichkeit steht. "Jürgen Messerschmidt ist in der Region bestens vernetzt und ist ein Garant für einen fließenden Übergang in der Leitung des Regionalforstamtes", sagte Andreas Wiebe.

Ab sofort ist Jürgen Messerschmidt verantwortlich für rund 9000 Hektar landeseigenen Wald, einen vielfältigen Dienstleistungsbetrieb und die forstbehördlichen Aufgaben im Kurkölnischen Sauerland.

Klaus Lomnitz wird auch in Zukunft nicht ganz auf den Wald verzichten müssen. Ihm gehört eine kleine Waldparzelle in seinem ehemaligen Regionalforstamt. Dort wird er auch im Ruhestand das tun, was er als Forstamtsleiter besonders geliebt hat: Den Wald mit allen Sinnen genießen.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Michael Blaschke
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Tel.: 0251/91797-210
Mobil: 0151/19514378
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