Hohe Borkenkäferdichten und dringliche Aufarbeitung - Wald & Holz Skip to main content

Hohe Borkenkäferdichten und dringliche Aufarbeitung

Waldschutz-Infomeldung Nr. 5 / 2018 vom 27.08.2018

28.08.18Info für den Waldbesitz

Die Witterung der letzten Wochen war in Nordrhein-Westfalen durch eine anhaltende Trockenheit mit hohen Sommertemperaturen gegrägt. Diese Bedingungen waren und sind noch immer für die Entwicklung vieler Insekten optimal und führten auch bei den Borkenkäferarten zu schnellen Entwicklungszyklen mit geringen Mortalitäten.

Befallene Bäume
Datum: 21.08.18 Borkenkäfernest mit 50 Fichten – alle auf dem Bild zu sehenden Bäume sind befallen! (Foto: Geisthoff)

Das Borkenkäfermonitoring von Wald und Holz NRW zeigt, dass aktuell in vielen Bereichen des Landes Stehendbefall auftritt, wobei die Situation sehr heterogen ist. Neben vertrockneten Fichten ohne Borkenkäferbefall (selten), sind Fichten mit massivem Buchdrucker- mit und ohne zusätzlichem Kupferstecherbefall zu finden. Vor allem an Waldrändern sind die Schäden auffällig.

Was ist zu tun?

Diese hohen Zahlen unterschiedlicher Buchdruckerstadien zeigen, dass eine Aufarbeitung der stehend befallenen Stämme in allererster Priorität durchzuführen ist, damit die Tiere nicht zur Überwinterung in den Boden gehen können und dann im nächsten Frühjahr erneut Stehendbefall erzeugen.

Stehendbefall auffinden

Vor allem in der Nähe von Windwurfflächen und einzelnen abgebrochenen sowieschräg stehenden Bäumen sollten die Fichtenbestände auf Borkenkäferbefall kontrolliert und Käferbäume zur Aufarbeitung markiert werden. Die warmen Temperaturen über 30 Grad haben auch zu einer Verlagerung des Befalls vom Bestandesrand in die kühleren Bestandesinnenräume geführt. Deshalb müssen unbedingt angrenzende Waldflächen in den Kontrollradius mit aufgenommen werden.

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Ansprechperson

Wald und Holz NRW
Dr. Mathias Niesar
Steinmüllerallee 13
51643 Gummersbach

Tel.: 02261/7010-310
Mobil: 0171/5870020
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