Die Ess-Kastanie – Joker im Klimawandel - Wald & Holz Skip to main content

Die Ess-Kastanie – Joker im Klimawandel

Wald und Holz NRW und DRK Kindergarten Buskamp pflanzten Ess-Kastanien

07.05.18Pressemitteilung

Mit der Unterstützung von zwei angehenden Förstern von Wald und Holz NRW pflanzten Kinder des DRK Kindergartens Buskamp am 4. Mai 2018 Ess-Kastanien in einem Waldstück in der Nähe von Senden. Die Kinder konnten dabei spielerisch den Wald und seine Bewohner kennenlernen.

Kinder sitzen auf Baumstamm
Foto: Wald und Holz NRW

Mit der Aktion um den Tag des Baumes soll auf den Baum des Jahres 2018 aufmerksam gemacht werden: Die Ess-Kastanie, auch Edel-Kastanie genannt. Bislang ist die Ess-Kastanie in Deutschland noch recht selten. In den letzten Jahren wurden aber immer mehr ihrer Sorte gepflanzt.

„Die Ess-Kastanie wird im Zuge des Klimawandels eine immer wichtigere Rolle in unserem Wald einnehmen. Durch die mediterrane Herkunft verträgt sie warme Sommer gut und kann zudem auf trockenen Standorten wachsen“, sagt Tim Diekmann, Forstinspektoranwärter von Wald und Holz NRW.

Forstmitarbeiter pflanzt mit mehreren Kindern einen Baum
Foto: Wald und Holz NRW

Mit den Römern nach Mitteleuropa
Die Römer machten die Ess-Kastanie in Mitteleuropa heimisch. Bis ins 19. Jahrhundert waren ihre Früchte – Maronen – ein wichtiges Nahrungsmittel, besonders in den ländlichen Regionen Südeuropas. Das Holz der Ess-Kastanie ist sehr witterungsbeständig, weswegen Winzer es im Weinbau nutzen, um Rebstöcke, Rankhilfen, Pfähle und Fassdauben daraus herzustellen.

Kastanie ist aber nicht gleich Kastanie. Die Ess-Kastanie ist nicht mit der als Stadt- und Parkbaum beliebten Rosskastanie, dafür aber mit unseren heimischen Baumarten Buche und Eiche verwandt. Dagegen gehört die Rosskastanie zu den Seifenbaumgewächsen.

Kinder beim Pflanzen von Bäumen
Foto: Wald und Holz NRW

Gewinner des Klimawandels
Der Klimawandel wird unsere Wälder in den nächsten hundert Jahren verändern. Die Edel-Kastanie wird in den nordrhein-westfälischen Wäldern eine immer größere Rolle einnehmen. Höhere Temperaturen und häufige Trockenphasen erschweren die Bedingungen für die Arten in NRW.

Solche, die es lieber warm und trocken haben, werden sich immer wohler fühlen. Die wärmeliebende Ess-Kastanie kann Baumarten ersetzen, die mit dem Klimawandel keine günstigen Bedingungen mehr vorfinden werden.

Tag des Baumes
Die Idee für den Tag des Baumes stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie geht auf den Farmer und Journalisten Julius Sterling Morton zurück. Als einer der ersten Siedler Nebraskas fand er nur wenige Bäume vor. Er schlug 1872 vor, den „Arbor Day“ einzuführen – einen Feiertag um Bäume zu pflanzen. Er verbreitete sich schnell, bereits beim ersten Arbor Day wurden mehr als eine Million Bäume in Nebraska gepflanzt. Am 25.04.1952 wurde erstmals der deutsche „Tag des Baumes“ gefeiert. In dieser Zeit waren die Deutschen Wälder übernutzt und wurden nicht nachhaltig bewirtschaftet. Der Tag diente der Rückbesinnung auf dieses Prinzip– ein Prinzip, das seit 300 Jahren das Handeln der Forstwirtschaft prägt. Seit 1989 kürt die Dr.-Silvius Wodarz-Stiftung jedes Jahr eine Baumart zum „Baum des Jahres“.

Weitere Bilder

Sitzende kinder hören Erklärungen der Forstmitarbeiter zu
Mehrere Kinder pflanzen Ess-Kastanien
Junge mit kleiner Schaufel gräbt ein Loch
Kindergartengruppe am Waldrand vor blauem Himmel
Gruppe von Kindern mit Betreuern am Waldrand
Mehrere Kinder tragen zusammen einen kleinen Baum

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Karim Barkouni
Brößweg 40
45897 Gelsenkirchen

Tel.: 0209/94773-xxx
vCard: laden

» Seite drucken