Aktion Waldjugendspiele 2017 - Wald & Holz Skip to main content

Aktion Waldjugendspiele 2017

Riesiger Bedarf nach Umweltbildungsangeboten im Wald

16.04.18Pressemitteilung

Die Bilanz der Waldjugendspiele in Nordrhein-Westfalen weist seit inzwischen 13 Jahren kontinuierlich über  35.000 teilnehmende Grundschulkinder auf. In 2017 waren es exakt 36.903 Kinder aus 1.619 Schulklassen. Auf der Abschlussveranstaltung am 13. April im Besucherzentrum des Landtags in Düsseldorf konnte Landtagspräsident Andre Kuper voller Stolz darauf verweisen, dass in seinem Heimatkreis Gütersloh seit nunmehr 15 Jahren Waldjugendspiele angeboten werden und im letzten Jahr über 2.000 Kindern ein solcher Walderlebnistag ermöglicht werden konnte. "Diese Zahlen machen zugleich aber auch deutlich, wie groß der Bedarf nach Umweltbildungsangeboten im Wald ist", betonte der Landtagspräsident.

Preisübergabe an die beiden Klassensprecher
Preisübergabe Klassensprecher Overath - Preis Nationalpark Eifel (Foto: Gerhard Naendrup, SDW Landesverband NRW e.V.)

"Wenn ich an Wald denke, denke ich an weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Denn Wald ist immer auch Gefühl, Erinnerung und Heimat. Und Wald ist vor allem Lebensraum für Tausende Tiere und Pflanzen. Zugleich ist er auch Holzlieferant und ein bedeutender nachhaltiger Wirtschaftsfaktor. Jeder Besuch im Wald ist immer auch ein Erlebnis. Die Waldjugendspiele sind ein pädagogisch wertvolles Instrument, um praktisch und spielerisch Wissen und Erfahrungen zu vermitteln und damit ein positives Naturverständnis in unserer Jugend zu wecken. Wer den Wald mit allen Sinnen schon als Kind erfahren hat, wird lebenslang sorgsam mit ihm umgehen", sagte Umweltministerin Christina Schulze Föcking, die im Landtag Schülerinnen und Schülern aus Greven, Overath und Iserlohn mit Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme an den Waldjugendspielen auszeichnete. Die Ministerin bedankte sich nachdrücklich bei allen Försterinnen und Förstern sowie  ehrenamtlichen Helfern für ihr außerordentliches Engagement.

Kinder bei der Abschlussveranstaltung
Abschlussveranstaltung (Foto: Gerhard Naendrup, SDW Landesverband NRW e.V.)

"Am Beispiel des Waldes lässt sich besonders gut darstellen, dass eine naturverträgliche, nachhaltige Nutzung und der Schutz unseres Lebensraumes miteinander vereinbar sind. Deshalb ist es so wichtig, unsere Kinder mit dem Wald vertraut zu machen" stellte die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse die Besonderheit des Lernortes Wald heraus.

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, verwies auf die vielfältigen  Umweltbildungsangebote: "Mit 5 Jugendwaldheimen, 8 Infozentren und waldpädagogischen Einrichtungen, den barrierefreien Angeboten im Nationalpark Eifel sowie dem Ranger-Programm im Sauerland ist Wald und Holz NRW gerade im ländlichen Raum der bedeutendste Umweltbildungsakteur in Nordrhein-Westfalen".

Gruppenbild der Klasse aus Iserlohn
Gruppenbild Iserlohn (Foto: Gerhard Naendrup, SDW Landesverband NRW e.V.)

Hauptakteure des Tages waren drei Schulklassen aus Greven, Overath und Iserlohn. Diese wurden zuvor stellvertretend für die über 1.600 Klassen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die an den Waldjugendspielen teilgenommen hatten, ausgelost. Als zusätzliches Bonbon dürfen sich die Kinder noch auf einen eintägigen Ausflug in Einrichtungen des Landesbetriebes Wald und Holz freuen: Mit dem Ranger in den Nationalpark Eifel, zum Erlebnistag in das Waldinformationszentrum Hammerhof (Kreis Höxter) oder in das Waldpädagogische Zentrum nach Wuppertal-Burgholz.

Waldjugendspiele gibt es in Nordrhein-Westfalen bereits seit 1977. Sie finden jährlich zumeist im September/Oktober statt und werden vorzugsweise mit den 3. und 4. Klassen im Grundschulbereich durchgeführt. Auf einem etwa 2 km langen Parcours mit 10 bis 15 Stationen sollen die Kinder mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn bestimmte Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Naturerlebnis und das spielerische Erarbeiten von Einblicken in natürliche Zusammenhänge des Ökosystems Wald.

Gruppenbild der Klasse aus Overath
Gruppenbild Overath (Foto: Gerhard Naendrup, SDW Landesverband NRW e.V.)

Die erschreckenden Ergebnisse der im Jahr 1998 von der Universität Marburg im Auftrag der SDW durchgeführten Studie "Lila Kuh" über das Ausmaß der Naturentfremdung unserer Jugend haben SDW und Wald und Holz NRW veranlasst, im Frühjahr 1999 eine gemeinsame Initiative zur Förderung von Waldjugendspielen zu starten. Mit der "Aktion Waldjugendspiele" konnten die Teilnehmerzahlen innerhalb weniger Jahre mehr als vervierfacht werden.

Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen im Überblick:

JahrTeilnehmer
19989.690 Kinder aus 420 Klassen
199913.529 Kinder aus 519 Klassen
200016.705 Kinder aus 971 Klassen
200122.661 Kinder aus 971 Klassen
200231.185 Kinder aus 1.323 Klassen
200331.593 Kinder aus 1.361 Klassen
200432.666 Kinder aus 1.399 Klassen
200535.865 Kinder aus 1.533 Klassen
200639.190 Kinder aus 1.675 Klassen
200732.707 Kinder aus 1.409 Klassen
200834.053 Kinder aus 1.484 Klassen
200939.246 Kinder aus 1714 Klassen
201044.174 Kinder aus 1.967 Klassen
201140.978  Kinder aus 1.772 Klassen
201241.352 Kinder aus 1.778 Klassen
201340.494 Kinder aus 1.786 Klassen
201439.033 Kinder aus 1.693 Klassen
201536.543 Kinder aus 1.593 Klassen
201636.787 Kinder aus 1.609 Klassen
2017
36.903 Kinder aus 1.619 Klassen

Pressekontakt

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Landesverband Nordrhein-Westfalen
Ripshorster Str. 306
46117 Oberhausen

Tel.: 0208/883188 - 1
Fax: 0208/883188 - 3
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