Wertschöpfungskette Forst-Holz im Fokus der Japanischen Delegation - Wald & Holz Skip to main content

Wertschöpfungskette Forst-Holz im Fokus der Japanischen Delegation

Generalkonsul Ryuta Mizuuchi und Begleitdelegation der Japanischen Botschaft Berlin zu Besuch bei der Ernst Fisch Holzindustrie in Rüthen

17.11.17Pressemitteilung

Auf Einladung des NRW-Umweltministeriums informierten sich Generalkonsul Ryuta Mizuuchi, Dr. Kotaro Kawamata, Botschaftsrat für Umwelt und Energie und Botschaftssekretär Tetsuya Mashima am 13. Oktober 2017 über die Wertschöpfungskette Forst – Holz in Südwestfalen. Im Fokus des Besuchs der Delegation am Zentrum HOLZ in Olsberg standen das Bauen mit Holz im Geschosswohnungsbau, innovative Holzbauprodukte, die Nutzung der Holzenergie sowie die Zusammenarbeit der Partner in den Sektoren Forst und Holz.

Die Mitglieder der japanischen Delegation und Klaus Gerstein schauen gemeinsam nach links aus dem Bild hinaus auf ein nicht sichtbares Objekt. Im Hintergrund sind Holzpaletten sichtbar.
Personen von links nach rechts: Klaus Gerstein, Ernst Fisch Holzindustrie / Dolmetscherin Reiko Tatsumi-Lelli /
Dr. Kotaro Kawamata, Japanische Botschaft Berlin / Tetsuya Mashima, Japanische Botschaft Berlin / Generalkonsul Ryuta Mizuuchi, Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf / Martin Schwarz, Wald und Holz NRW / Dolmetscherin Fujiko Sekikawa (Foto: Wald und Holz NRW)

Bei der anschließenden Besichtigung der Ernst Fisch Holzindustrie in Rüthen informierte sich die Delegation über die Ressourceneffizienz in der Sägeindustrie. Das Bild zeigt Klaus Gerstein, Mitglied der Geschäftsleitung, bei der Vorstellung der Produktionslinien der Ernst Fisch Holzindustrie. Hier werden Schnittholzprodukte für den Fachhandel, den Ingenieurholzbau, die Hersteller von Holzpackmitteln und Paletten sowie individuelle Schnittholzsortimente für industrielle Verarbeiter gefertigt.

Im Rahmen des integrierten Standortes erfolgen eine Vielzahl von Prozessen zur Weiterverarbeitung des Rohstoffes Holz. Dazu zählt auch die Trocknung des Schnittholzes in Hochleistungstrockenkammern, die mit zwei Biomasse-Kesselanlagen zur Warmwassererzeugung betrieben werden. Die Kesselanlagen werden mit naturbelassenen Resthölzern befeuert.

Durch die Ernst Fisch Holzindustrie werden jährlich rd. 200.000 fm Rundholz eingeschnitten. Das Unternehmen unterhält langjährigen Geschäftsbeziehungen in Deutschland, Europa und Übersee.

Forst- und Holzwirtschaft in Südwestfalen

Die Waldfläche in Südwestfalen beträgt 310.620 ha, was einem Waldanteil von 50,2 % entspricht. Dabei liegt der Großteil der Waldflächen mit 36 % im Hochsauerlandkreis, rund 75 % der Waldfläche befindet sich in Privatbesitz. Im Cluster Forst und Holz, welches die Unternehmen der Forstwirtschaft und der holzwirtschaftlichen Branchen beschreibt, sind in Südwestfalen rd. 16.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig. Dies entspricht einem Anteil von 6,82 % der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe.

Sowohl im landes- als auch bundesweiten Vergleich liegen in Südwestfalen bedeutende Zentren der Säge- und der Holzwerkstoffindustrie. So beträgt der Umsatz der Sägeindustrie etwa 366 Mio. €, der Umsatz der Holzwerkstoffindustrie rund 386 Mio. €. Nachgelagerte Branchen wie z. B. die Möbelindustrie und der Holzfertigbau weisen in Südwestfalen oder in den benachbarten Regionen ebenfalls bundesweit bedeutsame Schwerpunkte auf. Der Wald in Südwestfalen ist wesentliche Grundlage für die Rohstoffversorgung der in der Region oder in unmittelbarer Nähe ansässigen Unternehmen der Holzbranche.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Martin Schwarz
Carls-Aue-Straße 91a
59939 Olsberg

Tel.: 02962/802840
Mobil: 0171/5872291
Fax: 02962/9775-85
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