Wald in NRW drei Jahre nach Orkantief "Ela" - Wald & Holz Skip to main content

Wald in NRW drei Jahre nach Orkantief "Ela"

Försterinnen und Förster rechnen mit Spätfolgen

08.06.17Pressemitteilung

Drei Jahre nachdem Orkantief „Ela“ am 9. und 10. Juni 2014 über NRW hinweg zog, befürchten Försterinnen und Förster Spätfolgen in den Wäldern. „Mit Sonnenbrand haben vor allem dünnblättrige Bäume, wie Buchen, zu kämpfen“, sagt Reinhart Hassel, Leiter im Regionalforstamt Ruhrgebiet.

Waldschäden durch Orkantief "Ela"
„Ela“ hat überwiegend in Laubwäldern gewütet und dort Äste abgeknickt oder ganze Bäume umgeworfen. (Foto: Wald und Holz NRW)

Eine plötzliche Freistellung der Buchen führt häufig zu einem Sonnenbrand, da die Sonne nicht mehr durch das Laubdach umstehender Bäume abgefangen wird. Die Sonnenstrahlen können also ungehindert bis auf den Stamm der Buchen dringen. Dadurch reißt die Rinde auf und der Baum ist anfällig für einen Befall durch Pilze und Insekten.

Ein weiteres Problem nach dem Sturm sind Wurzelschäden, die erst jetzt sichtbar werden. „Durch die kräftigen Windböen mit bis zu 140 km/h wurden viele Bäume abrupt hin und her bewegt. Das hat zur Folge, dass die Feinwurzeln beschädigt wurden“, erklärt Hassel. Die Feinwurzeln sind mitverantwortlich für den Austausch von Nährstoffen und haben damit für die Baumgesundheit eine ganz entscheidende Funktion.

Reinhart Hassel
Reinhart Hassel, Leiter im Regionalforstamt Ruhrgebiet (Foto: Wald und Holz NRW)

Schlimmstes Unwetter seit Kyrill
Mit „Ela“ zog das schlimmste Unwetter seit Kyrill im Jahr 2007 über NRW. Am Pfingstmontag 2014 verursachte „Ela“ zahlreiche Schäden in 44 Kommunen. Besonders betroffen war fast ausnahmslos Privat- und Kommunalwald, insbesondere im Rheinland und Ruhrgebiet. Die Besonderheit dieses Orkantiefs: Im Gegensatz zu Kyrill, der überwiegend und flächendeckend Nadelbäume umgeworfen hat, waren von „Ela“ fast nur Laubbäume betroffen. Die größten Schäden sind in Baumbeständen mit besonders dicht stehenden Bäumen dokumentiert. Da der Sturm im Juni gewütet hat, waren die Bäume bereits belaubt. Damit haben sie den Windböen eine gute Angriffsfläche geboten.

Wald und Holz NRW war sowohl an den Aufräumarbeiten beteiligt, als auch als Partner der Forstbetriebsgemeinschaften bei der anschließenden Vermarktung des Sturmholzes. Insgesamt wurde eine Holzmenge von rund 50.000 Kubikmeter mit Hilfe von Wald und Holz NRW vermarktet.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Sonja Kling
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Tel.: 0251/91797-213
Mobil: 0171/5872521
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