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Wälder werden auf den Klimawandel vorbereitet

NRW-Umweltministerin Schulze Föcking: "Wir erarbeiten gemeinsam mit den Waldeigentümern Empfehlungen, um unsere Wälder in Zeiten des Klimawandels stabiler und anpassungsfähiger zu machen."

02.11.17Pressemitteilung

Christina Schulze Föcking, NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, besuchte am 2. November das staatliche Forstrevier Knechtsteden bei Dormagen, um sich vor Ort aus erster Hand von der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft und vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen über die Vorteile der naturnahen Waldbewirtschaftung zu informieren.

Andreas, Wiebe, Uwe Schölmerich, Christina Schulze-Föcking
Uwe Schölmerich (Landesvorsitzender ANW) erläutert der NRW Umweltministerin Christina Schulze-Föcking das Prinzip der naturgemäßen Waldwirtschaft am Beispiel einer stattlichen Esskastanie. Links im Bild Andreas Wiebe. Leiter Wald und Holz NRW. (Foto: Wald und Holz NRW)

"Standortangepasste Mischwälder sind Risikovorsorge für Forstbetriebe und Waldeigentümer in Zeiten des Klimawandels mit absehbar häufigeren Stürmen und geänderter Niederschlagsverteilung" stellt Schulze Föcking fest. "Wichtig ist, dass für die neuen Mischbestände solche Baumarten angebaut werden, die zum jeweiligen Standort passen. Damit das gelingt erstellt die Landesforstverwaltung zusammen mit Vertretern des Privat- und Kommunalwaldes das neue Waldbaukonzept NRW.

Christina Schulze-Föcking, Wolfgang Frhr. von Wolff-Metternich nd Uwe Schölmerich
Forstministerin Christina Schulze-Föcking, Wolfgang Frhr. von Wolff-Metternich (stellvertretender Landesvorsitzender ANW) und Uwe Schölmerich sind beindruckt von einer 250 Jahre alten Buche, ein bedeutendes Naturdenkmal. (Foto: Wald und Holz NRW)

Das Waldbaukonzept NRW ist ein Umsetzungsschwerpunkt der Klimaanpassungsstrategie Wald NRW. Ziel ist daher unter anderem, die heimischen Wälder stabiler und anpassungsfähiger werden zu lassen. Bei den dafür verwendeten Laub- und Nadelholzarten stehen heimische Baumarten im Vordergrund. Wichtig ist hierbei, dass die verwendeten Baumarten für den jeweiligen Waldstandort geeignet sind und geeignetes Vermehrungsgut verwendet wird. Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: "Wir arbeiten im Wald mit den Kräften der Natur. Das sorgt für ökologische Stabilität, ist aber auch ökonomisch das nachhaltigere Konzept." Eingeführte Baumarten, die sich bereits hier bei uns bewährt haben, wie die aus Nordamerika stammende Douglasie, werden im Waldbaukonzept NWR überwiegend als Mischungsanteile empfohlen.

Mammutbaum
Mammutbäume wachsen auch in den Wäldern NRWs. Uwe Schölmerich zeigt die beeindruckenden Wuchsleistungen anhand einer Baumscheibe. (Foto: Wald und Holz NRW)

Das Waldbaukonzept nennt aber nicht einfach nur geeignete Baumarten, es enthält auch die Beschreibungen typischer Mischbestände für bestimmte Standorte und Empfehlungen zu deren Begründung, Pflege und Ernte. Aspekte wie Bewirtschaftungsrundsätze der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft werden beim Waldbaukonzept ebenfalls in geeigneter Form berücksichtigt.

Das Waldbaukonzept NRW wird bereits im kommenden Jahr 2018 fertiggestellt sein. Im Anschluss daran sind für Waldeigentümer und Waldeigentümerinnen Informations- und Schulungsangebote geplant.

Weitere Bilder

Andreas Wiebe, Claudia Schulze-Föcking
Uwe Schölmerich
Christina Schulze-Föcking und Hans von der Goltz

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Michael Blaschke
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Tel.: 0251/91797-210
Mobil: 0151/19514378
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