Hund und Mensch zu Gast im Wald - Wald & Holz Skip to main content

Hund und Mensch zu Gast im Wald

Was beim Waldbesuch mit dem Vierbeiner beachtet werden sollte

23.06.17Pressemitteilung

Förster und Hundehalter haben mindestens zwei Dinge gemeinsam: Sie verbindet die Liebe zum Tier und zur Natur. Allerdings kann es im Wald zu Interessenkonflikten kommen, wenn der Hundehalter seinem Vierbeiner Auslauf bieten und der Förster das Wild in seinem Revier schützen will. Wildtiere werden leider immer wieder durch freilaufende und wildernde Hunde aufgeschreckt, verletzt oder getötet.

Frau mit Hund auf Waldweg
So ist es richtig: Im Wald nimmt Lena Brede ihren Lino an die Leine. (Foto: Wald un Holz NRW)

Regelungen für den Waldbesuch in NRW
Das Landeswaldgesetz NRW erlaubt den Wald zum Zweck der Erholung auf eigene Gefahr zu betreten. Davon ausgenommen sind Forstkulturen, Forstdickungen, Holzeinschlagsflächen sowie forstwirtschaftliche und jagdliche Einrichtungen, wie beispielsweise Hochsitze.

Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, dass

  • der Wald nicht gefährdet, beschädigt oder verunreinigt wird
  • die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört werden
  • andere schutzwürdige Interessen der Waldbesitzer nicht beeinträchtigt werden
  • die Erholung anderer Waldbesucher nicht unzumutbar gestört wird.

Hunde dürfen im Wald außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden. Das gilt nicht für Jagdhunde im Rahmen jagdlicher Tätigkeiten und Polizeihunde. Hundehalter, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Hund an der Leine
Labrador Lino weiß Bescheid: Bevor es in den Wald geht, muss er an die Leine. (Foto: Wald und Holz NRW)

Rücksicht auf andere Waldbesucher nehmen
Generell ist es also erlaubt, Hunde ohne Leine auf Waldwegen laufen zu lassen, so lange von ihnen keine Gefahr für Leben und Gesundheit von Mensch und Tier ausgeht.

Dennoch muss der Hund abrufbar sein und auch ohne Leine auf dem Weg in Sichtweite von Herrchen oder Frauchen bleiben. So können die schnell reagieren und den Hund zu sich rufen, wenn sich andere Waldbesucher nähern. Eine Ausnahme gilt in Naturschutzgebieten. Dort dürfen Mensch und Hund die Wege nicht verlassen und Hunde müssen immer angeleint sein.

Wildernde Hunde
Leider haben nicht alle Hundehalter ihre Hunde unter Kontrolle wenn es darauf ankommt. Immer wieder wittern freilaufende Hunde im Wald die Fährte von Wildtieren oder begegnen ihnen direkt und nehmen die Verfolgung auf. Meistens hilft dann alles pfeifen und rufen nichts – der Hund ist vom Jagdfieber gepackt. Das kann allerdings böse für ihn enden, denn die Landesjagdgesetze regeln den Schutz von Wild vor wildernden Hunden. Das erlaubt es Jagdschutzberechtigten, wildernde, nicht mehr zu kontrollierende Hunde, abzuschießen, wenn diese

  • Wild töten oder erkennbar hetzen und in der Lage sind, das Wild zu beißen oder zu reißen
  • und andere mildere und zumutbare Maßnahmen des Wildtierschutzes, insbesondere das Einfangen des Hundes, nicht erfolgversprechend sind.

Sicher ist sicher – Besser an der Leine
Zum Schutz des Wildes und um unschöne Zwischenfälle mit anderen Waldbesuchern zu vermeiden, sollten Hundehalter ihre Vierbeiner auch auf den Wegen an die Leine nehmen. Dann steht einem entspannten Waldbesuch nichts im Weg.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Sonja Kling
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Tel.: 0251/91797-213
Mobil: 0171/5872521
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