Erhöhte Waldbrandgefahr im Frühling - Wald & Holz Skip to main content

Erhöhte Waldbrandgefahr im Frühling

Waldbesucherinnen und -besucher sollten im Wald besonders aufmerksam sein

31.03.17Pressemitteilung

Mit dem anhaltend frühlingshaften Wetter in Nordrhein-Westfalen steigt auch die Waldbrandgefahr. Da die Bäume jetzt erst langsam mit dem Blattaustrieb beginnen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen. Gerade im Frühling finden sich am Waldboden trockene Pflanzenteile, wie Gräser, abgestorbene Äste oder Laub aus dem Vorjahr, die schon nach kurzer Trockenzeit und bei einfallendem Sonnenlicht leicht entflammen. Daher entstehen Waldbrände meist als Bodenfeuer.

Feuerwehrleute beim Löschen
Foto: Wald und Holz NRW

Waldbrandgefahrenindex

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes dient als Orientierungswert, damit die jeweiligen Landesbehörden die Waldbrandgefahr einschätzen können und gegebenenfalls Warnungen herausgeben können. Am Standort kann die tatsächliche Waldbrandgefahr sehr unterschiedlich ausfallen. Unsere Försterinnen und Förster vor Ort können die Situation am besten einschätzen und entsprechend reagieren. Daher können DWD-Prognose und forstliche Einschätzung voneinander abweichen. Zum Teil kann die Waldbrandgefahr lokal trotz gleicher Witterungsbedingungen unterschiedlich ausgeprägt sein.

Stufen der Waldgefährdung
StufeGefährdungspotential
1sehr geringe Gefahr
2geringe Gefahr
3mittlere gefahr
4hohe Gefahr
5sehr hohe Gefahr

Quelle: DWD

Waldbrände in NRW

Die Waldbrandsaison in Deutschland dauert in der Regel von März bis Oktober, wobei in den vergangenen Jahren im Frühling häufig mehr Waldbrände dokumentiert wurden, als im Sommer. Grund dafür ist der trockene Waldboden. Da die Bäume im Frühling noch kein dichtes Laubkleid tragen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen.

Feuerwehrleute löschen Bäume
Foto: Wald und Holz NRW

Im Sommer sind Laubwälder meist weniger feuergefährdet als Nadelwälder, denn dann haben die Laubbäume ein dichteres Blätterdach, sodass weniger Sonne an den Boden gelangt. Außerdem binden sie einen hohen Wasseranteil in ihren Blättern, während einige Nadelbäume, wie die Kiefer, leicht brennbare ätherische Öle enthalten. Nach Stürmen, bei denen viele Bäume umgeworfen wurden oder auf freien Flächen, auf denen viele neue Bäume gepflanzt wurden, besteht aufgrund der ungehinderten Sonneneinstrahlung ebenfalls eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Brandanfälligkeit von Wäldern hängt zudem stark davon ab, was unter den Bäumen auf dem Waldboden steht.

Tipps für den sicheren Waldbesuch

Waldbesucherinnen und Waldbesucher sollten sich unbedingt an folgende Hinweise halten, um Tiere, Pflanzen und sich selbst nicht zu gefährden:

  • Einhalten des gesetzlichen Rauchverbots im Wald (1. März bis 31. Oktober)
  • Kein Feuer/Grillen im und am Wald (100 Meter Mindestabstand)
  • Keine Glasabfälle im Wald zurücklassen. Sie könnten bei Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken.
  • Freihalten der Waldzufahrten für die Feuerwehr
  • PKW nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht, um dieses in Brand zu setzen.
  • Keine Zigaretten aus dem Fahrzeug werfen.
  • Erhöhte Aufmerksamkeit beim Waldbesuch
  • Kleine Entstehungsbrände direkt löschen, wenn das gefahrlos möglich ist.
  • Brandherde der Feuerwehr (112) melden und den Wald auf kürzestem Weg verlassen.

Schon gewusst? Warnmeldungen zu Gefahren im Wald, Ozon-Werten und anderen aktuellen Umwelt-Störfällen können Sie auf den Seiten des Umweltministeriums NRW unter: www.umwelt.nrw.de/presse/informationen-online-abonnieren/online-abonnement/ abonnieren.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Stefan Befeld
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster

Tel.: 0251/91797-211
Mobil: 0171/5871721
Fax: 0251/91797499-210
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