Ein Walderlebnistag für ein Viertel eines Grundschuljahrgangs - Wald & Holz Skip to main content

Ein Walderlebnistag für ein Viertel eines Grundschuljahrgangs

Aktion Waldjugendspiele 2016

29.03.17Pressemitteilung

Auf der Abschlussveranstaltung der „Aktion Waldjugendspiele 2016“ am 28. März 2017 im Besucherzentrum des Landtags betonte Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, dass die Teilnehmerzahlen seit Jahren schon konstant um die 40.000 Kinder betragen und allein diese Tatsache dokumentiere eindrucksvoll, wie gut das landesweite Umweltbildungsangebot von Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald angenommen wird. Er bedankte sich nachdrücklich bei allen Försterinnen und Förstern sowie ehrenamtlichen Helfern für ihr außerordentliches Engagement, welches diese Ergebnisse erst möglich gemacht habe.

Schulklasse mit Lehrern
Gewinnerklasse 4 b aus Euskirchen/Kuchenheim (Foto: Wald und Holz NRW)

Für Umweltminister Remmel macht die hohe Beteiligung von Schulklassen an den Waldjugendspielen deutlich, dass die Nachfrage nach kombinierten Erlebnis- und lernangeboten in Wäldern ungebrochen ist. „Dies zeigt, dass Wälder bestens geeignete Landschaftsräume sind, um Kindern in gelungener Mischung von Erleben, Erfahren und Lernen den Lebensraum Wald nahe zu bringen“, sagte Minister Remmel. Denn der Wald biete im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung thematische vielfältige Anknüpfungspunkte. Dies zeigt auch das neue Konzept zur Bildung für nachhaltige Entwicklung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW mit seinen Waldmodulen."

Auch für die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL sind Waldjugendspiele ein überaus geeignetes Instrument, um spielerisch Wissen und Erfahrungen zu vermitteln und damit ein positives Naturverständnis in unserer Jugend zu wecken: „Man liebt nur, was man kennt. Und man schützt nur, was man liebt. Von daher ist das Naturerlebnis die Grundlage für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und auch für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen“.

Schulklasse mit Lehrern
Gewinnerklasse 3 b der evangelischen Grundschule Waldstraße aus Duisburg (Foto: Wald und Holz NRW)

Heinrich Barkmeyer, stellvertretender Leiter von Wald und Holz NRW, verwies auf die vielfältigen Umweltbildungsangebote von Wald und Holz NRW: „Mit 5 Jugendwaldheimen, 8 Infozentren und waldpädagogischen Einrichtungen, den barrierefreien Angeboten im Nationalpark Eifel sowie dem Ranger-Programm im Sauerland ist Wald und Holz NRW gerade im ländlichen Raum der bedeutenste Umweltbildungsakteur in Nordrhein-Westfalen“.

Hauptakteure des Tages waren drei Schulklassen aus Duisburg, Arnsberg-Hüsten und Euskirchen. Diese wurden zuvor stellvertretend für die fast 1.600 Klassen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die an den Waldjugendspielen teilgenommen hatten, ausgelost. Als zusätzliches Bonbon dürfen sich die Kinder noch auf einen eintägigen Ausflug in Einrichtungen des Landesbetriebes Wald und Holz freuen: Mit dem Ranger in den Nationalpark Eifel, zum Erlebnistag in das Waldinformationszentrum Hammerhof (Kreis Höxter) oder in das Waldpädagogische Zentrum nach Wuppertal-Burgholz.

Menschengruppe mit Urkunden
Das Ehepaar Pawliczek freute sich über die von der SDW-Vorsitzenden Marie-Luise Fasse überreichte Urkunde die langjährige Tätigkeit in der Umweltbildung. v.l.: Heinrich Barkmeyer, stellvertretender Leiter von Wald und Holz NRW, NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Ehepaar Pawliczek, Marie-Luise Fasse, Vorsitzende der SDW, Eckhard Uhlenberg, Landtagsvizepräsident (Foto: Wald und Holz NRW)

Waldjugendspiele gibt es in NRW bereits seit 1977. Sie finden jährlich zumeist im September/Oktober statt und werden vorzugsweise mit den 3. Und 4. Klassen im Grundschulbereich durchgeführt. Auf einem etwa 2 km langen Parcours mit 10 bis 15 Stationen sollen die Kinder mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn bestimmte Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Naturerlebnis und das spielerische Erarbeiten von Einblicken in natürliche Zusammenhänge des Ökosystems Wald.

Die erschreckenden Ergebnisse der im Jahr 1998 von der Universität Marburg im Auftrag der SDW durchgeführten Studie „Lila Kuh“ über das Ausmaß der Naturentfremdung unserer Jugend haben SDW und Landesbetrieb Wald und Holz NRW veranlasst, im Frühjahr 1999 eine gemeinsame Initiative zur Förderung von Waldjugendspielen zu starten. Mit der „Aktion Waldjugendspiele“ konnten die Teilnehmerzahlen innerhalb weniger Jahre mehr als vervierfacht werden.

Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen im Überblick

1998 =   9.690 Kinder aus    420 Klassen

1999 = 13.529 Kinder aus    519 Klassen

2000 = 16.705 Kinder aus    716 Klassen

2001 = 22.661 Kinder aus    971 Klassen

2002 = 31.185 Kinder aus 1.323 Klassen

2003 = 31.593 Kinder aus 1.361 Klassen

2004 = 32.666 Kinder aus 1.399 Klassen

2005 = 35.865 Kinder aus 1.533 Klassen

2006 = 39.190 Kinder aus 1.675 Klassen

2007 = 32.707 Kinder aus 1.409 Klassen

2008 = 34.053 Kinder aus 1.484 Klassen

2009 = 39.246 Kinder aus 1714 Klassen

2010 = 44.174 Kinder aus 1.967 Klassen

2011 = 40.978 Kinder aus 1.772 Klassen

2012 = 41.352 Kinder aus 1.778 Klassen

2013 = 40.494 Kinder aus 1.786 Klassen

2014 = 39.033 Kinder aus 1.693 Klassen

2015 = 36.543 Kinder aus 1.593 Klassen

2016 = 36.787 Kinder aus 1.609 Klassen

Weitere Informationen

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Nordrhein-Westfalen
Ripshorster Str. 306
46117 Oberhausen

Tel.: 0208/883188-1
Fax: 0208/883188-3
E-Mail: info@sdw-nrw.de
www.sdw-nrw.de

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
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Mobil: 0171/5871721
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