Skip to main content
Förderung für
den Waldbesitz

Forstliches Bildungszentrum von Wald und Holz NRW

mit zwei Exkursionspunkten auf der 17. KWF-Tagung vertreten

19.05.16Pressemitteilung

Neheim. Das Forstliche Bildungszentrum zeigt vom 09. bis 11. Juni 2016 auf der Fachexkursion der 17. KWF-Tagung in Roding (Bayern) zwei Exkursionspunkte. Die gesamte Tagung findet im Zeitraum vom 09. bis 12. Juni 2016 statt.

Exkursionspunkt 2.1: Innovatives Verfahren der Jungbestandspflege mit dem Spacer

Das Forstliche Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik von Wald und Holz NRW, stellt auf der KWF-Tagung die 4 Verfahrensschritte des „Spacings“, als innovatives Verfahren der Jungbestandspflege vor:

 

  • stichprobenartige Erfassung des waldbaulichen Ist-Zustandes
  • Gliederung der Flächen durch Anlage von Begehungspfaden
  • technische Umsetzung von waldbaulichen Zielsetzungen mit dem Spacer
  • stichprobenartige Qualitätskontrolle nach Abschluss der Pflegemaßnahme

Ziel eines Pflegeeingriffs ist die Erziehung von stabilen jungen Waldbeständen in bestmöglicher Qualität und deren Schutz vor Schäden durch eine bedrängende Begleitvegetation.

Jede Fläche verlangt je nach waldbaulicher Ausgangssituation eine individuelle Behandlungsstrategie. Der „Spacer“ (Husqvarna FBX 535) und die damit verbundene Arbeitsmethode ist eine situationsangepasste, technische Alternative zu bereits vorhandenen Arbeitsverfahren.

Mit der vorgestellten Methodik ist es möglich, je nach waldbaulicher Eigentümerzielsetzung  und Konkurrenzsituation, die Eingriffsstärken zu variieren und die notwendigen Pflegeeingriffe in Jungbeständen durchzuführen. Die dazu entwickelten Planzeiten stellen eine treffsichere und praxisgerechte Planungsgrundlage dar.

Exkursionspunkt 4.4.5: Automatisierte Wegezustandserfassung

Am zweiten Exkursionspunkt präsentiert Wald und Holz NRW zusammen mit Entwicklern der HAFL Bern und Kollegen von ThüringenForst die Funktionsweise und Handhabung eines Messsystems zur automatisierten Erfassung der Wegezustände.

Um einen reibungslosen Ablauf des Forstbetriebes zu gewährleisten ist eine äußere Erschließung des Waldes notwendig. Dies wird über Wald- und Maschinenwege gewährleistet. Im Rahmen der Optimierung ist es notwendig, den Wegezustand zu erheben und die Wege bei Bedarf zu pflegen.

Mit Hilfe der auf der Exkursion vorgestellten Messlanze erfolgt eine automatisierte Erfassung des Zustandes. Hierzu wird die Messlanze auf die Anhängerkupplung eines PKWs montiert, dabei erfolgt die Vermessung während der Überfahrt.

Die Messlanze und ein speziell entwickelter G-Kraft Sensor ermöglichen es den Waldweg mit seinen Parametern „Profil“ und „Oberflächenbeschaffenheit“ schnell und objektiv zu erfassen. Bei der Messlanze wird mit Hilfe von Ultraschall die Oberfläche gescannt. Der G-Kraft Sensor misst zusätzlich die Ausprägung der Schlaglöcher.

Die erfassten Daten werden im Programm iFOS evaluiert und bilden die Entscheidungsgrundlage dafür, ob die Wege den Vorgaben entsprechen oder eine Pflege erforderlich ist.

Pressekontakt

Wald und Holz NRW
Verena Kohnen
Auf dem Büchel 6
53947  Nettersheim

Tel.: +49 2486 8018 100
Mobil: +49 151 20543606
vCard: laden
Wald und Holz NRW
Björn Urbanke
Bleichstraße 8
32423  Minden

Tel.: +49 571 83786 23
vCard: laden

» Seite drucken