Struktur und Aufgaben der Regionalforstämter

In Nordrhein-Westfalen gibt es zur Zeit (Stand:1.1.2008) 14 Regionalforstämter, ein Nationalparkforstamt und ein Lehr- und Versuchsforstamt mit insgesamt 300 Forstrevieren (Forstbetriebsbezirken) des Landesbetriebes Wald und Holz NRW. Diese decken hoheitlich die gesamte Landesfläche ab.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Aufgaben der Regionalforstämter von Wald und Holz NRW. Im Einzelnen können sich je nach Ausstattung des Forstamtes mit unterschiedlichen Schwerpunktaufgaben und Staatswaldanteilen Abweichungen ergeben.

  • Zuständigkeitsbereich: Hoheitlich (Landesforstgesetz) zuständig für die gesamtes Landesfläche.
  • Betreuung: Kompetente fachliche Betreuung der privaten und kommunalen Waldbesitzer durch Rat, Anleitung und tätige Mithilfe; Aufstellung einer langfristigen Planungshilfe zur Waldbewirtschaftung.
  • Staatswaldbewirtschaftung: Nachhaltige Bewirtschaftung des Staatswaldes (des Landes Nordrhein-Westfalen) unter Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen.
  • Holzvermarktung: Vermittlung und Verkauf des geernteten Holzes aus dem Privat-, Kommunal- und Staatswald.
  • Naturschutz und Landschaftspflege: Arten- und Biotopschutz, sowohl im Wald als auch in der freien Landschaft.
  • Förderung: Verteilung von Finanzmitteln, vor allem für den privaten Waldbesitzer, zur Förderung der Forstwirtschaft.
  • Hoheit: Schutz des Waldes und allen seinen Funktionen; Erhaltung und Sicherung der Waldflächen.
  • Aus- und Fortbildung: Ausbildung in verschiedenartigen Berufssparten; Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; Aus- und Fortbildung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Information der Öffentlichkeit über die Arbeit des Forstamtes und den Zustand und die Entwicklung des Waldes.
  • Verwaltung: Bewirtschaftung der Liegenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen.

Darüber hinaus gibt es in Nordrhein-Westfalen einzelne Forstämter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die bundeseigene Besitzungen, wie z.B. Flugplätze oder Truppenübungsplätze bewirtschaften. Einzelne Gemeinden oder Städte mit größeren eigenen Waldflächen haben eigene kommunale Forstämter, die v.a. der Bewirtschaftung ihres Besitzes dienen. Des Weiteren gibt es größere private Waldbesitzer, die eigenes Forstpersonal beschäftigen (Privatforstverwaltung).

  zurück