Waldzustand und Waldzustandsberichte

Der Waldzustand in NRW wird regelmäßig im Rahmen sogenannter Waldzustandserhebungen erfasst, ausgewertet und in Waldzustandsberichten dokumentiert.

Historischer Hintergrund der Waldzustandserhebung

Anfang der 1980er Jahre, in der Zeit des "Waldsterbens", wurden in Deutschland großräumig auftretende Schäden an den Kronen vieler Baumarten beobachtet. Nachdem eine bundesweite Befragung von Forstämtern 1982 ein bedrohliches Ausmaß an Schäden bestätigte, wurde im Folgejahr in Nordrhein-Westfalen erstmals eine Waldzustandserhebung anhand eines Stichprobenverfahrens durchgeführt. 

Wie der Name schon sagt, werden dabei von erhobenen Stichproben statistische Rückschlüsse auf einen Gesamtzustand abgeleitet. Das Verfahren wurde 1984 verfeinert, abgestimmt und von den übrigen Bundesländern übernommen. Seither wird die Erhebung mit Ausnahme des Jahres 1996 jährlich wiederholt.

Ziele der Waldzustandserhebung

Waldzustandserhebungen erfassen den jeweils aktuellen Gesundheitszustand der Wälder (in NRW). Der Zustand von standortgerechten Bäumen und Wäldern wiederum hängt wesentlich von Umwelteinflüssen wie Klima, Schadstoffeinwirkungen etc. ab. 

Da der Waldzustand jedes Jahr und somit kontinuierlich erfasst wird, ist es möglich langjährige Trends für einzelne Baumarten zu erstellen - gerade in Zeiten des prognostizierten Klimawandels ein wichtiges Werkzeug um unsere Wälder nachhaltig zu sichern.

Die nordrhein-westfälischen Daten tragen mit den Zustandsdaten der anderen Bundesländer dazu bei, die Vitalität des gesamten Waldes in Deutschland zu beziffern.  Zudem werden an ausgewählten Punkten Messungen durchgeführt, die von der Europäischen Union ausgewertet werden und kombiniert mit den Daten der anderen europäischen Staaten auch den Waldzustand auf europäischer Ebene dokumentieren.

Das Verfahren der Waldzustandserfassung

Grundlage ist ein regelmäßiges Raster, welches in den meisten Jahren einen Abstand von 4 x 4 km im Gelände besitzt. An den Schnittpunkten des Rasters wird durch speziell geschulte Forst-Fachleute der Kronenzustand von dauerhaft markierten Probebäumen beurteilt. Die wichtigsten Kriterien sind die Verlichtung der Baumkronen und die Vergilbung der noch vorhandenen Nadeln und Blätter sowie weitere Faktoren, die Einfluss auf das Erscheinungsbild der Baumkronen haben. Dazu zählen besonders die Fruktifikation, Insekten- und Pilzbefall, Sturm- und Wetterschäden sowie zusätzliche biotische und abiotische Schadereignisse.

Waldzustandsberichte

Nachfolgend finden Sie die Waldzustandsberichte für Nordrhein-Westfalen der vergangenen fünf Jahre.