Jagdzeiten, Schonzeiten und Schonzeitaufhebungen NRW

In § 2 Bundesjagdgesetz sind die Tierarten festgelegt, die dem Jagdrecht unterliegen („Wild“). Die Länder können weitere jagdbare Tierarten bestimmen. Die Bundesjagdzeiten-Verordnung legt fest, auf welche Wildarten in welchen Zeiträumen die Jagd ausgeübt werden darf. Die Länder können die Jagdzeiten abkürzen oder aufheben bzw. die Schonzeiten aus besonderen Gründen aufheben. Die Jagdzeiten für Nordrhein-Westfalen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle und als PDF-Dokument am Ende dieses Artikels.

Der Abschuss des Wildes ist so zu regeln, dass die berechtigten Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden gewahrt bleiben, die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege berücksichtigt werden, ein gesunder Wildbestand erhalten bleibt und der Schutz von Tierarten gesichert ist, deren Bestand bedroht erscheint.

Der Jagdausübungsberechtigte hat über den Abschuss des Wildes und über das Fallwild (nicht erlegtes, aus sonstiger Ursache – z.B. Krankheit, Verkehrsverluste – tot aufgefundenes Wild) eine Streckenliste zu führen. Die jährliche Jagdstrecke ist der unteren Jagdbehörde bis zum 15. April eines jeden Jahres anzuzeigen. Diese meldet der Oberen Jagdbehörde das für ihren Zuständigkeitsbereich zusammengefasste Streckenergebnis bis zum 31. Juli des selben Jahres. Die Obere Jagdbehörde gibt die Streckenstatistik für das Land Nordrhein-Westfalen mit einer gutachtlichen Stellungnahme der FJW bekannt.

Die bejagbare Fläche des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt rd. 2,7 Mio. ha, das sind etwa 80% der Landesfläche. Diese ist in ca. 8.220 Jagdreviere aufgegliedert. In befriedeten Bezirken (z.B. Hofräume, Hausgärten, Friedhöfe, Bundesautobahnen, Kleingartenanlagen, Dauerkleingärten) ruht die Jagd.

Jagdzeiten in Nordrhein-Westfalen

Jagdzeiten in NRW - Stand: 04.08.2010PDF, 1,7 MB

Schonzeitaufhebungen

Gemeinsam Verantwortung tragen

In der Schonzeit darf Wild grundsätzlich nicht gejagt werden. Gemäß § 24 Abs. 2 LJG-NRW kann die Obere Jagdbehörde die Schonzeiten für bestimmte Gebiete oder einzelne Jagdbezirke, insbesondere aus Gründen der Wildseuchenbekämpfung und Landeskultur, zur Beseitigung kranken und kümmernen Wildes, zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden, zu wissenschaftlichen Lehr- und Forschungszwecken sowie bei Störung des biologischen Gleichgewichts oder der Wildhege aufheben. Die Obere Jagdbehörde prüft im Einzelfall, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine Schonzeitaufhebung gegeben sind. Insbesondere, ob eine jeweilige Schonzeitaufhebung erforderlich ist und es keine anderen geeigneten Maßnahmen gibt. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Themenbereichen

Ringeltauben

Wildgänse 

Wildschweine