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Ökologischer Waldbau

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Sonntag, 12. Februar 2012Presse Impressum Kontakt Sitemap Glossar
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Inhalt

Ökologischer Waldbau

Nach den „Gesamtkonzept für eine ökologische Waldbewirtschaftung des Staatswaldes in Nordrhein-Westfalen“ (Wald 2000) sind bei der Anlage, Pflege, Nutzung und Verjüngung der Waldbestände u.a. Verfahren des Waldbaus zu wählen, die die Nutz,- Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes und seine Funktion als Lebensraum für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt sicherstellen. Mit dem Ziel der Schaffung, Erhaltung und Bewirtschaftung standorts- und funktionsgerechter und damit leistungsstarker Wälder plant und entwickelt der Dezernatsbereich „Ökologischer Waldbau“ im Sinne einer naturnahen Waldwirtschaft Handlungsanweisungen zur ökologischen Waldbewirtschaftung. Diese Waldbehandlungsmaßnahmen sollen die natürliche Walddynamik mit möglichst geringen Eingriffen von außen berücksichtigen. Sie sollen ökologisch optimal angepaßt sein und weniger aufwendig, aber - unter Beachtung der natürlichen Sukzessionsabläufe - effektiver sein. Ökologischer Waldbau versucht, praxisnahe und durchsetzbare Alternativen zur Rationalisierung aufzuzeigen. Ein Weg dorthin ist die Nutzung der Selbsttätigkeit von Wachstumsabläufen (biologische Automation) im Sinne einer Lohn- und Sachaufwandsreduzierung in verschiedenen Arbeitsbereichen mit Schwerpunkt beim Waldumbau, bei der Bestandesbegründung und der Vorratspflege.

Das Ziel einer naturnahen Waldwirtschaft ist die Schaffung, Erhaltung und Bewirtschaftung standorts- und funktionsgerechter und damit leistungsstarker Wälder. Mit der Formulierung dieser neuen Ziele sind Veränderungen waldbaulicher und betriebswirtschaftlicher Entscheidungen verbunden. Naturnaher Waldbau muss Maßnahmen, die diesen Veränderungen gerecht werden, entwickeln, planen sowie anschließend realisieren.

Aufgabe des „Ökologischen Waldbaus“ ist es Wege aufzuzeigen, die zu dem in den o.g. Erlassen und Verfügungen genannten Ziel einer naturnahen Waldbewirtschaftung führen. Dabei versteht sich der Aufgabenbereich als „Scharnier“ zwischen Wissenschaft und Praxis, d.h. wissenschaftliche Erkenntnisse, die sowohl auf eigenen Versuchs- und Beobachtungsflächen als auch (im Rahmen von Werkverträgen) durch Universitäten und Versuchanstalten erarbeitet werden, sollen der Forst-Praxis durch Beratung und Fortbildung vermittelt werden.

Neben einigen mittel- und langfristigen Aufgaben werden aktuelle, aus der forstlichen Praxis kommende waldbauliche Fragestellungen behandelt.

Aufgaben-Schwerpunkte:

  • Erprobung unterschiedlicher Naturverjüngungsverfahren
  • Entwicklung rationeller Kulturbegründung und  Kulturtechnik für Erst- und Wiederaufforstungen
  • Einführung neuer, effektiver Bestandspflegeverfahren und alternativer Durchforstungsmodelle zur Optimierung der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse und Verbesserung der Bestandesstabilität
  • Entwicklung und Einführung von Verfahren der kahlschlagsfreien Bewirtschaftung durch Einzelbaum-Nutzung zur Erhöhung der Produktivität und der Wertleistung der Wälder und zur Berücksichtigung von Anliegen des Naturschutzes
  • Erarbeitung von Konzepten zur Einbeziehung von Pionier- und Begleitbaumarten sowie seltenen Baumarten
  • Einführung von Verfahren zum Umbau von Nadelholzreinbeständen in Mischbestände mit Laubholz
  • Erarbeitung von Merkblättern, Anleitungen und Veröffentlichungen für die Praxis
  • Erarbeitung von Empfehlungen für die naturnahe Bewirtschaftung der Fichte, Buche, Eiche, Kiefer
  • Durchführung, bzw. Mitwirken bei Fortbildungsveranstaltungen für Forstpersonal und Waldbesitzer.

Weitere Informationen zu wichtigen waldbaulichen Inhalten finden Sie in den folgenden PDF-Dateien:



 

 

weiterführende/zusätzliche Infos

Ansprechpartner

FD Dr. Bertram Leder
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Obereimer 2a
59821 Arnsberg
Tel.: 02931 - 7866-421
Fax: 02931 - 7866-422
Mail: Bertram Leder

 
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