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Forstliche Standorterkundung

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Sonntag, 12. Februar 2012Presse Impressum Kontakt Sitemap Glossar
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Inhalt

Forstliche Standorterkundung

In NRW ist die Forstlichen Standorterkundung ein gesetzlicher Auftrag der Forstbehörde (§ 60 (3) LFoG). Ihre Aufgabe ist, alle für das Waldwachstum bedeutsamen Umweltfaktoren zu erfassen, zu analysieren und zu werten und standortgerechte Baumartenvorschläge vorzulegen. Zu den Umweltfaktoren gehören die Lage, das Klima, Geologie und Böden, die Vegetation und die Waldnutzungsgeschichte (Naturrauminventur im weiteren Sinne). Als Ergebnis der Wertung der verschiedenen Faktoren werden die Waldflächen zu Standorttypen (der lokalen waldökologische Einheit) zusammengefasst, die sich in ihrer standörtlichen Ausstattung sehr ähnlich sind, der Waldvegetation eine annähernd gleiche Biomassebildung erlauben und eine annähernd gleiche Gefährdung aufweisen. Für die ausgewiesenen Standorttypen werden Baumarten vorgeschlagen, die dort standortgerecht sind. Hierbei werden die Merkmale Wärmeregime (Länge der Vegetationszeit), Wasserversorgung und Nährstoffausstattung (Trophie) besonders berücksichtig, da diese Merkmale entscheidend für die Vitalität der Baumarten sind. Mit diesen Ergebnissen liefert die Standorterkundung wichtige Grundlagen für zahlreiche Planungen und Entscheidungen, die den Wald betreffen und bietet darüber hinaus Daten und Argumente für Forst- und Umweltpolitik.

Für die Standorterkundung stehen in NRW derzeit zwei methodisch unterschiedliche Verfahren zur Verfügung: die Standortkartierung und die Standortklassifikation mit digitalen Werkzeugen, die derzeit zur Praxisreife entwickelt wird.

Die Standortkartierung leistet die Abgrenzung der Standorttypen durch eine intensive Kartierung der entsprechenden Wälder durch Kartierer mit einem breiten waldökologischem Grundwissen. Zu den Standorttypen-Karten gehört ein Erläuterungsheft, in dem die waldökologischen Gegebenheiten in dem Gebiet, die ausgewiesenen Standorttypen, Erfahrungen mit den Baumarten und standortgerechte Baumartenvorschläge beschrieben sind. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass alle Merkmale der Wälder in ihrem aktuellen Zustand berücksichtigt werden können.

Die Standortklassifikation, ein neuer Weg die Waldstandorte entsprechend ihrer ökologischen Wertigkeit zu gliedern bzw. zu klassifizieren, entwickelt sich seit Anfang der neunziger Jahre. Seit dieser Zeit stehen zum einen leistungsstarke geographische Informationssysteme (GIS) zur Verfügung und zum anderen sind immer mehr der benötigten Kennwerte der Umweltfaktoren als digitale Daten in z.T. hoher räumlicher Auflösung verfügbar. Die digitale Klassifikation forstlicher Standorte erfolgt schrittweise, wobei das GIS ARC/Info eingesetzt wird. Vorteil dieses Verfahrens ist, das alle Flächen nach den gleichen Regeln bearbeitet werden und Abweichungen zwischen Kartierobjekten, die durch verschiedene Bearbeiter bedingt sind, vermieden werden.

Ergebnisse der Arbeit:

  • Forstliche Wuchsräume in NRW

  • Forstliche Standorttypenkarten

Bezug: Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Fachbeiträge:



 

 

weiterführende/zusätzliche Infos

Ansprechpartner

Dr. Norbert Asche
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Brößweg 40
45897 Gelsenkirchen
Tel.: 0 29 31 - 78 66 180
Fax: 0209 - 94773-220
Mail: Norbert Asche

 
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